Ein Piercing kann Schmerzen bereiten, wenn es unprofessionell angebracht wird.
Ein professionell angebrachtes Piercing dauert nur ein paar Sekunden und der Schmerz ist vergleichbar mit dem einer Blutentnahme. Wir verwenden keine Betäubungsmittel, da dessen Injektion wesentlich schmerzhafter sein kann als das eigentliche Anbringen des Schmucks.
Betäubungsspritzen können auch Schaden anrichten:
Die Abheilzeit kann sich verlängern und es können unnötig starke Blutungen auftreten. Nach Abklingen der Betäubung kann es zudem zu starken Schmerzen kommen. Die größte Gefahr bei Betäubungsmitteln sind die allergischen Reaktionen, die bei manchen Menschen auftreten und fatale Folgen haben können.
Wenn ein Piercing gestochen wird, schüttet der Körper Endorphine aus, die im Zentralen Nervensystem eine stärkere Schmerzakzeptanz hervorrufen (sozusagen ein körpereigenes Betäubungsmittel). 24 Stunden vor und nach dem Piercing sollten keinerlei Drogen, Tabletten oder Alkohol eingenommen werden, da deren Wirkung den Schmerz intensiver erscheinen lassen kann. Unter Alkoholeinfluss besteht die Gefahr einer unnötig starken Blutung.
Pistolen sollten nicht für Piercings verwendet werden, da diese Geräte nicht korrekt sterilisiert werden können und deshalb meist nur mit Alkohol abgesprüht werden. Diese Reinigungsmethode tötet keine HIV-, Hepatitis- und andere Viren ab.
Als erstes werden sämtliche Instrumente sowie der Schmuck in einem Autoclaven (Heißdampfsterilisator) bei 134 Grad und 2,2 bar Druck sterilisiert, damit jede Form von infektiösen Bakterien und Viren abgetötet wird. Abkochen oder Reinigungsalkohol erreicht diesen Sterilitätsgrad nicht. Um eine hundertprozentige Sterilisation der Instrumente zu gewährleisten, wird bei uns eine dreistufige Reinigung durchgeführt:
Die Piercingstelle am Körper wird mit einem Hautdesinfektionsmittel gereinigt und danach markiert. Mit einer Klemme wird der markierte Hautbereich zusammengehalten, um das Gewebe sicher in der optimalen Position halten zu können. Falsche Platzierungen können zu großen Problemen führen.
Unser Piercer ist jedoch professionell ausgebildet und führt nur hundertprozentig korrekte Platzierungen durch. Nach dem Fixieren der Piercingstelle wird die Nadel durch das Gewebe gestochen (dauert weniger als ½ Sekunde) und danach der Schmuck eingeführt. Die gepiercte Stelle wird danach mit einer Kompresse abgedeckt (soweit es die Körperstelle erlaubt).
Wir behalten uns das Recht vor, Piercings abzulehnen. Folgende Punkte sind hierfür ein Grund:
Nach dem Piercen kann man seine tägliche Routine wieder aufnehmen. Es sollten jedoch folgende Dinge während der Abheilzeit vermieden werden:
Leistungssport, Auslands-Reisen, Schwimmen, Sauna, Solarien sowie Bäder.
Bei Genital- oder Oralpiercings kann der gewohnte Tagesablauf beeinträchtigt werden, da während der Abheilzeit oraler oder sexueller Kontakt vermieden werden sollte.
Der Dienstvertrag ist zunächst einmal eine Einwilligung in die Körperverletzung, mit der uns die Genehmigung erteilt wird, ein Piercing durchzuführen. Des weiteren stellt der Vertrag eine Absicherung für die zu piercende Person dar und gibt ihr die Sicherheit, alle Hinweise über Pflege, Gefahren und weitere wichtige Informationen erhalten zu haben. Der Vertrag ist für uns eine Absicherung dafür, daß bei möglichen späteren Komplikationen keine finanziellen oder sonstigen Ansprüchen an uns gestellt werden können. Dies gilt sowohl für die gepiercte Person, deren Angehörige und Dritte.
(Wir haben leider keine Kontrolle darüber, ob die Person nach dem Piercen alle wichtigen Aspekte der Nachpflege und des Umgangs mit einem neuen Piercing befolgt.)
Wir setzen auch fremden Schmuck ein, wenn dieser vom Piercer als geeignet erachtet wird. Bei fremdem Schmuck verlängert sich jedoch die Wartezeit, da dieser erst gereinigt und sterilisiert werden muß. Der Piercingschmuck kann aus folgenden Materialien bestehen:
Titan, Niobium oder Teflon.
Unser Studio verfügt über eine große Auswahl an Piercingschmuck, dessen Material, Größe, Stärke und Design vom Piercer mit ausgewählt wird, um einen optimalen Tragekomfort sowie kürzeste Heilungszeiten zu gewährleisten. Nachdem das Piercing abgeheilt ist, besteht die Möglichkeit, auch andere Schmuckdesigns einzusetzen. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, daß nur die dafür geeigneten Materialien verwendet werden.
Leider ist in den letzten Jahren die Zahl der unprofessionellen Piercer drastisch gestiegen. Studios, Privatpersonen, Schmuckläden, usw. bieten meist zu Schleuderpreisen angeblich professionelle Piercings an. Leider handelt es sich hierbei um Personen, die mit Bodypiercing eine schnelle Mark verdienen möchten und keine professionelle Ausbildung besitzen, bzw. ihre Kenntnisse auf dubiosen Lehrgängen oder Videos erlernt haben. Die Kunst des Bodypiercings bedarf professioneller Ausbildung und langjähriger Erfahrung. Das wertvollste, das man besitzt, die eigene Gesundheit, sollte man nicht in die Hände respektloser Personen legen. Der Preis für ein Piercing beinhaltet einen hygienisch sauberen Raum, sterile Einwegnadeln, Handschuhe und sterile Instrumente, sowie einen Piercer, der sein Handwerk beherrscht.
Die Heilungszeit eines Piercings ist sehr stark von der jeweiligen Piercingstelle und den körpereigenen Abwehrkräften abhängig. Daher ist es schwierig, allgemeingültige Aussagen über die Dauer der Heilung zu treffen. Einige Leute denken fälschlicherweise, daß sie ihren Schmuck jederzeit problemlos herausnehmen und wieder einsetzen können. Tatsache ist jedoch, daß der Schmuck zumindest während der ersten sechs Monate ständig getragen werden sollte. Ist dies aus verschiedenen Gründen nicht möglich (z.B. Röntgenaufnahmen, Vorstellungsgespräch etc.), sollte man zumindest bei neuen Piercings einen Ersatz aus PTFE oder Teflon verwenden.
Das Infektionsrisiko beim Piercing ist minimal, wenn steril und sauber gearbeitet und, vor allem, die Pflege danach entsprechend ernstgenommen wird. Unsere Erfahrung zeigt, daß die meisten Probleme auf folgende Faktoren zurückzuführen sind:
Piercings werden gerade in letzter Zeit immer beliebter, was sicherlich auch auf die stets wachsende Professionalität von Piercern, ihren Methoden und Räumlichkeiten zurückzuführen ist.
Jedes Piercing kann attraktiv, erotisch und befriedigend sein, vorausgesetzt, es verheilt ohne große Probleme. Dazu gehört nicht nur die fachgerechte Arbeit des Piercers, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein des Schmuckträgers.
Falls irgendwelche Probleme bei euren Piercings auftreten sollten, sind wir gerne bereit euch weiterzuhelfen. Ruft einfach an oder kommt vorbei.
Nein.
Da sämtliche Instrumente und der Einsatzschmuck vorsterilisiert sind, ist eine Terminvereinbarung nicht nötig.
Gepierct wird täglich während unserer Öffnungszeiten, also: